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STORY'S
Seite 3: Unheimliche Begegnungen! (Teil 2)
Die dritte Geschichte war wohl die härteste von allen, aber irgendwie dennoch die Erfahrung wert. Mittlerweile hatten so zahlreiche
An- und Umbauten an meinem Fahrzeug stattgefunden. Als Beispiel: es kamen Schrothgurte an Bord, Schwellerleisten wurden montiert,
die Zierleisten verschwanden, ein Kotflügel wurde gewechselt, Scheibenfolie wurde angeklebt, Damenstrumpfhosen über die Frontscheinwerfer
gezogen und die Rücklichter schwarz eingefärbt. Wenn ich heute so dran denke, wird mir ganz komisch...seltsamen Geschmack hatte ich damals. Naja, auf jeden Fall war
ich unterwegs auf der Berliner Stadtautobahn und fuhr zur Arbeit, bis ich ein Polizeiauto vor mir sah. Huch dachte ich...schnell
mal den Gurt umgelegt. Der STVO folgeleistend fuhr ich im fließenden Stadtverkehr an der Polizei vorbei. Das war der fatale Fehler!
Nun sah mein Auto zu der Zeit ja wirklich nicht gerade vertrauenserweckend aus und es kam was kommen sollte. Kumpels und auch mein
"alter Herr" hatten mich davor immer gewarnt. Die "Rennleitung" entschloß sich, eine kleine Verkehrskontrolle an mir durchzuführen und machten
es mir mit dem "Bitte folgen"-Schild an ihrem Auto begreiflich. An der nächsten Ausfahrt angekommen, kurbelte ich mein Fenster runter
und erwartete erstmal ein freundliches "Guten Tag". Aaaaaaaber weit gefehlt! Die erste Frage war gleich : "Wo haben Sie denn die ABE
für den Überrollbügel?" Verdutst sagte ich: "Hab ich leider nicht" und reichte dem Herren meine Papiere rüber. Was jetzt aber kam,
ging eigentlich auf keine Kuhhaut. Beide Herren der "grünen Fraktion" schlichen um und teilweise sogar in meinem Auto herum, bewaffnet
mit Schreibstock und Papier und notierten was das Zeug hielt. Nach 10 Minuten kam noch ein dritter Kollege hinzu und pflaumte mich an,
warum der Kotflügel braun sei und ich den gewechselt hätte. So langsam hatte ich keine Worte mehr für die ganze Aktion. Nach circa einer
halben Stunde trat dann einer von den drei Herren an mich heran und sagte, das die "ergatterten" Mängel zuviel für einen Mängelschein
wären und das das Fahrzeug jetzt mitgenommen werden müsse. Schluck...wie bitte dachte ich? Ich war ja eigentlich auf dem Weg zur
Baustelle und war eh schon in zeitlichen Verzug gekommen. Der Herr Polizist meinte, das ich jetzt sowieso nur zwei Möglichkeiten
hätte, die eine: ich stimme dem zu und mein Auto wird abgeschleppt oder ich stimme dem nicht zu, dann würde das Auto beschlagnahmt
und auch abgeschleppt. Tja, und wofür hab ich mich entschieden? Ich hab zugestimmt und er hielt den "Befehl" die persönlichen Sachen
aus dem Fahrzeug zu nehmen und dann die Schlüssel zu übergeben. Na toll dachte ich schon wieder und räumte Werkzeug,
Bohrmaschine, Akkuschrauber und mein tägliches Säckl aus und stand nun da. Ich bekam
noch ein Schrieb, das das Fahrzeug zur technischen Kontrolle gebracht würde und ab sofort da und da untergestellt war. Der
Abschleppwagen war auch recht zügig vor Ort, man hätte denken können der steht schon um die nächste Ecke in den Startlöchern, und
wartete auf den Ruf der "Grünen". Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man sein Auto in solch einer Situation wegfahren sieht.
Als nächstes mußte ich mir erstmal ein Telefon suchen (Handy hatte ich damals noch nicht), um bescheid zusagen, das mich jemand
abholt. Ich stand ja nun da mit Sack und Pack an einer Ausfahrt von der Stadtautobahn. Letztendlich bin ich nach 4,5 Stunden warten
auf die Kollegen mit Bus und Bahn nach Hause gefahren...die Kollegen wurden durch eine Polizeikontrolle aufgehalten...echt wahr!
2 Wochen vergingen und ich bekam Post von der Dienststelle, wo mein Auto stand. Es wurde freundlich mitgeteilt, das das Fahrzeug
zwangsstillgelegt, sprich entstempelt wurde und ich es mir abholen könne. Natürlich war die Abholzeit begrenzt. Danach wäre mein Fahrzeug versteigert
worden. Einige Tage später dort angekommen, überreichte man mir eine Mängelliste im DIN A4 Format und ich durfte mein Auto wieder
nach Hause überführen. Natürlich will der Staatsapparat bezahlt werden und macht nichts umsonst. So bekam ich vom Polizeipräsidenten
Post, in der stand, das ich doch bitte 1000 DM zu bezahlen hätte und mein Punktekonto in Flensburg drei Zähler mehr hatte. Naja bezahlt
und gut und ich faßte den Entschluß zum ersten Umbau meines Auto's! Ich kann wirklich jedem nur raten: Laßt eure Teile eintragen,
auch wenn's teuer ist oder für euch dämlich erscheint. Aus Schaden wird man klug...ich sach's euch! Die Geschichte, wie mein Kumpel und ich,
den Trailer für die Überführung meines Auto's besorgten, gibt's in der nächsten Story!
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