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STORY'S
Seite 4: Düstere Entsorgungen!
Wie gesagt...der Schrieb war da und ich konnte mein Auto holen. Ein Trailer und ein geeignetes Zugfahrzeug mußten also her. Da
mein bester Kumpel damals in einer Firma jobte, jene in der kalten Jahreszeit Weihnachtsbäume verkaufte, war ein LKW und ein Hänger
vorhanden. Es wurde nachgefragt und wir bekamen beides für einen Tag. Allerdings hatten wir die "Auflage", den Restmüll vom
Trailer zu entsorgen. Dieser Müll setzte sich aus Tannennadeln, einigen alten Weihnachtsbäumen und reichlich Erde zusammen. Da man
ja in einem gewissen Alter kein Geld hat und alles irgendwie umsonst haben muß, machten wir uns keine Platte und faßten den Entschluß,
die ganze Sache irgendwo auf einem Acker abzukippen. Schlechtes Gewissen hatten wir dabei nicht...war ja in dem Sinne alles Bio-Müll!
Also eines früheren Abends noch die Frau eingepackt und zum nächstgelegenen Acker losgefahren. Man muß dazu sagen, das der Jahreszeit
entsprechend noch Bodenfrost herrschte. Dieser aber durch schönes Wetter am Tage schon wieder angetaut war. Am Acker
angekommen, fanden wir auch gleich eine nette Stelle und fuhren mit unserem Gespann nichtsahnend auf's Feld....10 Meter....dann saß
unser 4 Tonner samt Trailer 10cm tief in der Erde! Juhu...na gut...Trailer abkoppeln und versuchen, mit Wipp-Bewegungen den LKW
raus zu bekommen. Was natürlich passierte: Das Ding sackte immer tiefer in den Boden und es ging gar nix mehr. Es wurde langsam dunkel
und wir saßen nun da. Was tun? Meine damalige Dame und mein Kumpel trabten nun zu Fuß (knappe 9km) im dunkeln nach Hause, um einen
weiteren Kumpel anzurufen, der einen Jeep hatte und uns bestimmt aus unserer pikeren Lage befreien würde. Derweilen verblieb ich am
LKW und wollte den Trailer leer schaufeln. Gerade die Schippe angesetzt, hielt natürlich ein PKW an der Zufahrt des Feldes an und
fragte, ob wir hier Müll entsorgen wollten. "Natürlich nicht" sagte ich, und erklärte, das wir uns verfahren hätten, wenden wollten
und nun im Schlamm festsitzen. Der glaubte mir und verschwand wieder. Ca. 1,5 Stunden später...kalt war's auch schon geworden...kamen
die Kumpels und alles wurde ohne Knurren aus dem Dreck gezogen...nur der Trailer...der war immer noch voll. Da wir den Trailer
ja am nächsten Tag brauchten, mußte die Fuhre also noch irgendwo "untergebracht" werden. Ich kannte noch ein anderes Feld, wo es
befestigte Wege gab und dort fuhren wir hin. Rückwertig an das Ende der Straßenbefestigung angekommen, sprangen wir aus dem LKW
und schaufelten was das Zeug hielt. 10 Minuten, dann war der Trailer leer. Völlig durchgeschwitzt freuten wir uns, das wir es endlich
geschafft hatten, da kam schon das nächste Unheil...im wahrsten Sinne des Wortes...auf uns zu. Was wir beim Schaufeln nicht bemerkt
hatten: Es nahte sich ein Licht, kommend von quer über dem Feld. Ach du Scheibenkleister dachten wir uns und sprangen in den LKW.
Wat nu? war die Frage des Moments. Wir entschlossen uns den Motor zu starten und OHNE Licht irgendwie weg zu kommen, da unser
Nummernschild nicht erkennbar sein sollte. Gesagt getan und wir fuhren im Stockdustern, mit 4 Tonnen...LKW plus Trailer...einen
halbwegs befestigten Feldweg entlang, wo es rechts und links davon irgendwelche Sickergräben gab. Dat hätte eigentlich auch mächtig
ins Auge gehen können, aber einen bissle Glück ab und an ist schon nicht schlecht. Übrigens...das Licht was wir gesehen hatten,
war wohl der Förster, der nach dem rechten sehen wollte. Der war aber mit einem Fahrrad unterwegs, und auch dieses hatte wohl beim
überqueren des Feldes so seine Tücken...eingeholt und erwischt hatte er uns jedenfalls nicht.
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