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STORY'S
Seite 8: Wer sich selbst eine "Grube" gräbt!
Wir schreiben nun Mai 2004, meine Pappe ist zu 99% fertig zusammen gesetzt und es wurde Zeit für das erste Anlassen des Motor's
nach 2,5 Jahren. Im geistigen Auge bin ich nochmal alle Schrauben, Schläuche, Kabel etc. durchgegangen, ob diese auch richtig
festgezogen bzw. angeschlossen waren. Ich gab mir das Okay zum Starten. Nun gut, 5 Liter Super Plus in den Tank und los ging's.
Nuddel, nuddel, nuddel und nach 10 Minuten war's das. Batterie alle. Hm, irgendwas stimmt nicht. Kurz mein Chefmechaniker angerufen
und meine erste Vermutung, nachdem ich ein kleine Weile in den Motorraum geblickt hatte, bestätigte sich. Zu- und Rücklauf vom Tank
vertauscht. Jaja...lacht nur. Dieses kleine Problem war schnell behoben und Versuch Nummer 2 konnte starten. Nuddel, nuddel, nuddel
...geht immer noch nicht. Scheiße. Also wieder den Deckel vorne auf und überlegt. Ich drehte nun den Zündverteiler in die Stellung,
wo er einst stand. Nuddel, nuddel, nuddel und mit ein wenig Gas fing mein Motor an zu leben. Naja...hörte sich eher an, als würde er
gleich wieder sterben. Gut dachte ich, der Anfang ist gemacht, ich bin auf dem richtigen Weg. Und wieder auf den Deckel. Da ich ja
einen neuen Edelstahlfächerkrümmer eingebaut hatte, konnte ich sehen, das nur die Auslaßrohre von Zylinder 1 und 4 sich durch die Wärme
verfärbt hatten. Super, und ich drehte mal eben die vertauschten Zündkabel um. Versuch Nummer 3 und siehe da, er blieb an. Juhu...aber
zu früh gefreut. Gelegentlich gab's einen Schlag im Motorraum zu hören. Dieses Geräusch deutete ich auf eine Fehlzündung im Motor, da
ja noch nichts eingestellt war. Ab und zu war dieses auch weiterhin zu hören, störte mich aber erstmal nicht weiter. Böser Fehler!
Meine Antriebswellen kamen auch bald, wurden eingebaut und ich beschloß die erste runde auf der Straße zu drehen. Also Motor an,
Gefährt auf die Straße und los. Als ich wieder vor meiner Haustür stand und gerade in die Garage wollte, fing der Motor an laut zu
klappern. Auweia schoß es mir in den Kopf, bloß schnell aus das Ding. Was war denn das bitteschön??? Grübel,
grübel und wieder Rat beim Chefmechaniker geholt. Als erstes nahm ich den Ventildeckel ab, da das Klappergeräusch aus dieser Richtung
kam. Nachdem ich die Zündkerzen demontierte hatte, um den Motor von Hand durchdrehen zu können, sah ich das Problem auf mich zu kommen.
Ein Hydrostößel verklemmte sich in der Führung, als der Nocken von der Nockenwelle drüberlief und klappste einfach wieder nach oben, als der
Nocken den Stößel verließ. Dieses Phänomen hieß nur eins: Das Ventil unter dem Stößel läuft nicht mit! Na geil...entweder Ventilfeder
gebrochen, oder...neiiiiin, würde Homer Simpson jetzt sagen...ein Ventil hat Bekannschaft mit einem Kolben gemacht. Und so war es dann
auch. Kühlwasser raus, Schläuche ab und Kopf runter. Naja und das Ventil mußte ich mit einem Holzhammer rausschlagen, so krumm war das.
Gott sei Dank hat der Kolben nur eine kleine Kerbe bekommen und ist nicht kaputt gegangen. Nun brauchte ich ja wieder einen anderen Kopf
vom Wartburg mit originaler Nocke. Ich dachte nämlich, durch das Planen von Kopf und Block, war mit der scharfen Nocke nicht mehr genügend
Platz zwischen den Ventilen und den Kolben. Mein Chefmechaniker hatte noch etwas "leckeres" zu liegen und ich reichte mal eben 1,2 Kilo
an Euro's über den Ladentisch. Nachdem der Motor wiederum vervollständigt war, konnte Versuch Nummer 4 folgen. Schlüssel rum, an ist der
Motor, und was gibt's zu hören: Einen leichten Schlag! Neiiin, das gibt's doch nicht. Also alles wieder raus. Gut, das Ventil hat's
verkraftet und nichts ging diesmal kaputt, aber das Problem war immer noch da! Nun fiel mir wieder ein, das mir VW damals eine andere
Zahnriemenabdeckung gegeben hatte, wo der Einstellwinkel für den oberen Totpunkt aus Plastik an der Abdeckung und nicht wie original aus
Metall am Motorgehäuse war. Ich dachte damals: Jut, Teileumstellung bei VW, wird schon passen. Wie sich jetzt halt rausstelle, paßt das
eben nicht. Nachdem ich eine originale Abdeckung und den originalen Einstellwinkel montiert hatte, zeigte sich, das ich die ganze Zeit
den Motor mit einem Zahn Verschiebung zwischen Kurbel- und Nockenwelle hab laufen lassen. Das geht auf Dauer nicht gut, wie man sehen
konnte. Alles wurde diesmal mit doppelter Kontrolle wieder montiert und der Motor lief. Halleluja!!!
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